Der Pfand-Euro

Auf unseren Festivals sind Getränke inklusive. Leider wissen das nicht alle zu schätzen. Was uns dagegen eingefallen ist, kannst Du hier lesen.

Der Pfand-Euro
Photo by Victor G / Unsplash

Hey, Leude!

Hoffentlich freut Ihr Euch auch schon so sehr auf‘s Ackerpulco 2026 Festival wie ich mich. Und dieses Mal wird es noch ein bisschen geiler, weil wir die Lösung für ein Problem gefunden haben, das uns das letzte Mal ein bisschen den Spaß verdorben hat.

Das Problem

Ihr glaubt gar nicht, wie viel Zeit das letzte Mal draufgegangen ist, um leere und angetrunkene Flaschen zu sammeln, zu entleeren und zu sortieren. Und bitte versteht mich richtig: Ich breche mir keinen Zacken aus der Krone, indem ich mir eine leere Kiste schnappe und sie mal eben mit leeren Flaschen voll mache. Nach jeder dritten Kiste, reiße ich mir ein Wolters auf, und das schmeckt in diesem Moment doppelt, weil ich den Eindruck habe, ich hätte etwas geschafft.

Was mich aber richtig nervt, sind angetrunkene Biere (oder auch andere Getränke)! Ihr müsst das mal so sehen: wenn zwei halbgetrunkene Biere (oder andere Getränke) weggekippt werden, dann bedeutet das ein Bier (oder ein anderes Getränk) zu wenig für jemand anderen!

Und ehrlicherweise geht es gar nicht um andere Getränke, sondern um Bier!

Ein einsames angetrunkenes Bier in der Pampa. 😿

Was ist denn mit dem guten alten Leitspruch „Wer Bier verschenkt, wird aufgehängt!“? Und die großartigen Kassierer behaupten sogar „Das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist!“

Wir haben uns gefragt, woran es liegen mag, dass Menschen den Dingen, deren Verlust, ihnen keinen Nachteil verschafft, keinen wirklichen Wert beimessen? Das ist sehr schade, aber ein Phänomen, das sich in vielen Bereichen beobachten lässt.

Und ich verstehe ja auch die Situation. Man stellt sein Bier ab, unterhält sich, dreht sich kurz um, quatscht weiter, geht ein Stück, und plötzlich fällt auf, dass das Bier weg ist. "Wo habe ich es nur abgestellt?“ oder „Hm, welches ist es denn?“* In diesem Fall hieß es dann zu oft „Ich hole mir mal eben ein neues!“

So nicht mehr, Kollege!

Wir haben uns Folgendes überlegt: den Pfand-Euro!

Wenn Du Dir Dein erstes Bier holst, dann gibst Du einen Euro (1 €) für die Flasche.
Das ist dann Deine Flasche!
Du kannst sie gegen eine neue (volle) Flasche tauschen.
Verlierst Du sie, musst Du Dir für einen Euro (1 €) eine neue holen.
Oder Du findest eine leere Flasche und tust so, als wäre sie Deine und tauscht sie gegen eine neue (volle) Flasche ein.

Achtung! Der Pfand-Euro ist kein Flaschenpfand!

Das heißt, Du bekommst ihn nicht zurück. Damit wollen (und müssen) wir verhindern, dass jemand auf die glorreiche Idee kommt, mit zehn Flaschen an der Theke zu erscheinen und 'nen Zehner Cash zu verlangen.

Ich hoffe, dass es klar wird, dass wir das nicht machen, um extra noch Kohle zu machen. Es geht uns darum, verantwortlich mit unseren Ressourcen umzugehen. Und wenn Du halt zu dusselig bist, um auf Deine Flasche aufzupassen, dann wird es halt ein bisschen teurer für Dich. Vielleicht lernst Du ja daraus. ☝️🤓

*Vereinsgenosse Steinki hat übrigens eine prima Lösung gefunden, wie er sein Bier unter anderen sicher wiederfindet.

Das passt Dir nicht?

Natürlich kann ich verstehen, wenn einige das nicht so toll finden. Wer will schon etwas von verantwortungsvollem Umgang mit Ressourcen auf einem Festival hören, auf dem es hauptsächlich um Halligalli geht?

Kein Problem: Wir haben ein Ohr für Deine Vorschläge! Ganz besonders, wenn Du Mitglied bist.

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Du willst, dass geile Festivals in Deiner Umgebung stattfinden? Du willst, dass es einmal im Jahr so richtig abgeht mit lokalen Bands und DJs? Dann komm’ ran!